Permalink

0

Moussaka vom Grünkern: Urlaub für Zuhause

Perfekt passt Moussaka auch zu Cous-Cous und Tzatziki.

Was gibt es Schöneres als sich mit einem herzhaften Gericht den Sommerurlaub nachhause zu holen. Verbunden mit nachhaltigem Gemüse aus dem eigenen Garten und Dinkel aus der Genussregion Mittelburgenland Dinkel wird es zum Highlight der Sommerküche: Moussaka aus der Region.

Regional. Genial. Dinkel aus dem Sonnenland.

Dinkel ist bei uns im Sonnenland Mittelburgenland, auch als Blaufränkischland bekannt, nicht nur oft fürs tägliche Brot die wichtigste Zutat. Das nicht reif geerntete Dinkelkorn wird als Grünkern bezeichnet und wird gequollen & geröstet als Basis für bissfesten Fleischersatz verwendet. Bolognesesauce für Pasta oder fürs Chili sin carne wird daraus gemacht. Somit ist Grünkern auch erste Wahl für regionales veganes Faschiertes für unser Moussaka. Nachhaltig erhältlich im Biohofladen Rosnak Organics in Steinberg.

Grünkern sind unreif geerntete Dinkelkörner und eignen sich perfekt für vegane Gerichte, wo was "Fleischiges" fehlt. Wir holen es regional vom Hofladen der Familie Rosnak.
Grünkern sind unreif geerntete Dinkelkörner und eignen sich perfekt für vegane Gerichte, wo was “Fleischiges” fehlt. Wir holen es regional vom Hofladen der Familie Rosnak.

Gemüse aus dem eigenen Garten

Zusätzlich zur körnigen Grundlage gesellt sich Bestes aus dem eigenen Garten. Melanzani und Zucchini frisch aus dem Beet. Nur die Kartoffeln kommen “nur” aus dem Burgenland.

Gartenliebe: Melanzani und Zucchini haben Saison. Und wir haben so ein Glück, dass bei uns dieses Gemüse rasch wächst.
Gartenliebe: Melanzani und Zucchini haben Saison. Und wir haben so ein Glück, dass bei uns dieses Gemüse rasch wächst.

So, nun zum Rest …

Zutaten fürs regionale Moussaka

für eine Auflaufform für 6-8 Personen

Bolognese aus Grünkern 

250g Grünkern, gecrusht (im Blender, nicht zu fein) 
3 EL Rapsöl 
2 Zwiebeln, kleine Würfel 
3 Knoblauchzehe(n), klein gehackt
3 EL Tomatenmark
1 EL Paprikapulver
1 EL Dinkelmehl zum Binden 
125ml Rotwein
4 TL Salz
2 TL Kreuzkümmel 
3 TL Zimt 
1 TL Oregano 
6-8 TL Minze (oder frisch 6-8EL gehackte Minze, 3-4 Handvoll)
5 TL Zitronenabrieb 
2x 750ml, 2 Flaschen Tomatenpolpa 
750ml, 1 Flasche Tomatenpassata (hier Bio-Flaschen von Ja! Natürlich oder Spar, da sich dort die Etiketten ganz leicht lösen und somit die Flaschen super wiederverwendet werden können)

Gemüse

500g Kartoffeln 
2-3 Melanzani, ca. 500g
2-3 Zucchini, ca 500g

Bechamel Sauce 

600ml Milch 
2EL Mehl 
2EL Butter 
3 Knoblauchzähen 
2TL Salz 

Käse zum Überbacken (Emmentaler oder Mozzarella), wenn man will. 

Moussaka zubereiten. Schnell geht das nicht, aber gut.

Die schlechte Nachricht zuerst. Schnell kann gutes Moussaka nicht gekocht werden. Mach dir ein Flasche Wein auf, da man ein Achterl zum Kochen braucht, könnte man meinen, den Rest brauch ich auch gleich auf. Wie heißt es so schön: Ich koche liebend gern mit Wein. Manchmal geb ich ihn sogar ins Essen 😉

Den Start macht das Salz, das das Wasser aus den ca. 5mm dicken Scheiben von Melanzani und Zuuchini ziehen soll. Scheiben schneiden oder hacheln, beidseitig mit wenig Salz einreiben und gestapelt auf Küchenpapier schräg stapeln. 1 Stunde Wasser lassen, dann trocken tupfen.

Nach 30min beginnen gesalzene Zucchini und Melanzani ordentlich zu schwitzen.
Nach 30min beginnen gesalzene Zucchini und Melanzani ordentlich zu schwitzen.

Der Mixer ist als nächster dran. Grünkern in einen starken Mixer, auch Blender genannt, geben und mit kurzen starken Impulsen mixen. So sollte es dann aussehen, nicht zu grob und nicht zu fein:

Grünkern leicht geschrotet eignet sich bestens für vegane Bolognese bzw. Chili sin carne oder einfach Burger-Patties.
Grünkern leicht geschrotet eignet sich bestens für vegane Bolognese bzw. Chili sin carne oder einfach Burger-Patties.

Los gehts mit Veggie-Bolognese mit Biss

Grünkern in Rapsöl leicht angehen lassen und nach 5min kleingehackten Zwiebel dazu. Langsam rösten bis alles gut Farbe bekommt und es angenehm würzig riecht.

Tomatenmark zuerst etwas (1-2min) mitrösten, dann Knoblauch zerdrückt dazu und etwas mitrösten und am Paprika dazu und ebenfalls, richtig, mitrösten.

Leicht angeröstete Grünkörner mit Zwiebeln, Tomatmark und Paprika. Die Röstreihenfolge entscheidet über den optimalen Geschmack.
Leicht angeröstete Grünkörner mit Zwiebeln, Tomatmark und Paprika. Die Röstreihenfolge entscheidet über den optimalen Geschmack.

Dann das Dinkelmehl dazu geben und vermischen und etwas mitrösten. Mit Rotwein und Tomatenpassata ablöschen. Hitze reduzieren, danach Polpa und Gewürze dazu geben und auf die Seite stellen.

TIPP: Wenn das Moussaka gleich nach dem Auskühlen gegessen werden soll, sollte man die Grünkerne ca. 1-2 Stunden quellen lassen – nach dem Mixen und vorm Rösten. Empfohlen wird es aber so wie angegeben, nur dann bitte erst am nächsten Tag genießen.

Gemüse anbraten. Das dauert, bringt’s aber

Kartoffeln in wenig Rapsöl anbraten, Zucchini und Melanzani ebenfalls. Ist schnell gesagt, aber es dauert einfach eine gewisse Zeit. Aber es zahlt sich aus. Mittelhohe Hitze (7 von 9 bei mir) und nicht zu wenig Öl, damit sich die guten Röstaromen entwickeln. Und nochmals, ja, es zahlt sich aus. Besonders bei den Melanzani ergibt das Rösten gemeinsam mit Minze und Zimt den typischen Moussaka-Geschmack.

Gebratenes aus der Pfanne. Man ist versucht die Scheiben gleich so zu essen, aber das Warten lohnt sich.
Gebratenes aus der Pfanne. Man ist versucht die Scheiben gleich so zu essen, aber das Warten lohnt sich.

Schicht für Schicht zum Urlaubsgedicht

Bechamelsauce ist an sich nicht schwer. Standardmenge bei mir ist immer 1EL Butter auf 1EL Dinkelmehl glatt und 300ml Milch. So auch hier, nur eben die doppelte Menge und Knoblauch dazu drücken. Butter flüssig schmelzen bei mittlerer Hitze (6 von 9, nicht zu heiß), dann Mehl dazu und mit dem Schneebesen glatt rühren. Wenn es langsam ganz leicht Farbe bekommt, dann mit Milch ablöschen. Ganz wichtig ist bei der Bechamel normalerweise, dass sie sehr würzig ist, da andere Auflaufinhalte wie Lasagneblätter, Gemüse, Kartoffeln, etc. oft mitwürzen muss. Da hier aber schon alles einmal gesalzen wurde, bitte eher wenig würzen bzw. salzen.

  • 1. Schicht fürs Moussaka: Kartoffeln
  • Abwechselnd kommt dann die Tomatensauce und das Gemüse drauf.
  • Das Legen ist zwischen Kalkulation und Gefühl dann perfekt, wenn am Schluss keine Scheiben mehr übrig bleiben.
  • Nach Zucchini und Melanzani kommt etwas Bechamelsauce drauf. Gut für Bindung und Geschmack.
  • Letzte Schicht sollten Kartoffeln sein, da sie mit der Bechamel darüber schön knusprig werden.
  • Letzte Schicht kann nur Bechamel sein, wie hier. Oder man streut noch Käse darüber.

Danach in einer geölten Auflaufform zuerst Kartoffeln, dann Melanzani, Bolognese und Zucchini abwechselnd schichten und mit Kartoffeln abschließen. Dazwischen immer wieder Bechamel in dünnen Streifen darüber ziehen. Es soll leicht binden, soll aber nicht pappen.  

Mit 200 Grad Ober-Unter-Hitze ca. 30min überbacken, da ja alles schon durch ist. Es muss also nur mehr Farbe bekommen. Wenn man will, kann man noch Käse drüber. Doch das muss meiner Meinung nach nicht sein.

Diesmal eine Version ohne Käse bzw. Feta. Sieht aber mit Käse überbacken auch sehr gut aus.
Diesmal eine Version ohne Käse bzw. Feta. Sieht aber mit Käse überbacken auch sehr gut aus.

Es schmeckt am besten, wenn man das Moussaka einige Stunden durchziehen lässt, idealerweise am kommenden Tag isst. Es lässt sich auch gut einfrieren und schmeckt aufgewärmt einfach am besten. So wie bei uns, am 1. Tag danach als Solo-Moussaka mit Salat dazu.

Ein kompakter Block voller Urlaubsgefühle. Moussaka oder auch Liebesgrüße aus der griechischen Taverne. Mahlzeit!

 Und wiederum 2 Tage später zur Abwechslung mit Tzatziki und Cous-Cous.

Perfekt passt Moussaka auch zu Cous-Cous und Tzatziki.
Perfekt passt Moussaka auch zu Cous-Cous und Tzatziki.

Freue mich, wenn ihr dieses Stück Urlaubsgefühl nicht nur genießt, sondern auch teilt. Und der letzte Tipp: Macht zur Sicherheit noch eine Flasche Rotwein auf und ladet euch ein paar Freunde ein. In Moussaka steckt soviel Zeit und Liebe, dass man sie unbedingt teilen sollte.

Wohl bekommt’s, das regional-nachhaltige Urlaubsfeeling.

Alle Bilder zum Durchklicken …

Sharing is Caring... Jetzt Teilen. Danke.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.