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Niedrigtemperaturbraten mit mittelburgenländischen Dinkelreis und Saftl

Nett angerichtet: Sanfte Pute mit kräftigem Saftl und Dinkelreis und Gemüse.
Da didi food so vielen Leuten gut gefällt und mich das wieder zum Kochen und Bloggen motiviert hat, sag ich mal: Danke! Weiter so. Bitte teilen, liken, Freunde einladen und natürlich Nachkochen und das Ergebnis als Kommentar oder Post hinterlassen.
Das mit dem Fleisch ist so eine Sache für einen Mann und Familienkoch, der von 2 1/2 Vegetariern umgeben ist. Auch ich bin der Meinung, dass jeder von uns wenn dann bewusst Fleisch essen sollte. Auch wichtig: Bewusst und langsam garen. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass viele Gerichte auch schon ab 70-80 Grad und langer Garzeit richtig gut werden. Besonders Fisch wird so traumhaft weich ohne zu zerfallen.

Ich habe mich diesmal einem Puterollbraten angenommen. Wir kennen das doch alle, manchmal muss es doch auch schnell gehen. Natürlich hätte ich den Braten unter normalen Umständen selbst mit Kräutern sanft massiert, dann zart gerollt und eigenhändig zu geknüpft. Doch wie es so oft ist: Aktion beim Billa tut es für ein “normales” Wochentagsabendessen ja auch.
Wie weiß man also wie lange man das gute Stück anbraten und dann im Ofen garen sollte? Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen. Aber anfangs weiß man es einfach nicht oder man macht mal ein Stück Fleisch, dass man noch nie vorher gekocht hat – also? Hier gibts eine nette Seite mit Temperaturtabelle.
So und nun zum Rezept. Ein Putenrollbraten mit Dinkelreis, Gemüse und Käsesaftl … Also ich war begeistert, und das ist nicht immer so …

Putenrollbraten mit Dinkelreis und Käsesaftl

1 Putenrollbraten, fertig ca. 800g
1-2 EL Senf, 2-3 EL Sojasauce, Pfeffer, Chili, Salz
3 Knochblauchzehen
1 EL Butterschmalz
1 EL Schimmelkäse (z.B. Österkron)
1 TL Stärke
1/16l Milch (oder Schlagobers)
Salz, Pfeffer, Ketchup

Dinkelreis: Am besten aus Mittelburgenland Dinkel – notfalls auch normaler Reis. Aber das kräftige fast nussige passt wunderbar zu kräftigen Saucen und Fleisch, z.B. auch Wild.
Gemüse: Kann Mischgemüse nach Wahl sein, hier habe ich Kürbis, Kohl, Paprika, Karotten und Zwiebel rasch angebraten und dann durchziehen lassen – also noch recht knackig.
Und dann gehts ganz schnell. Rollbraten mit Senf, Sojasauce, Pfeffer, Salz und etwas Chili runderherum bestreichen, dann in einem Topf mit Butterschmalz scharf von allen Seiten anbraten. Dabei mit einer Zange wenden, nicht anstechen. Sonst tritt der Saft zu schnell aus. Bei der Hälfte des Anbratens dann den Knoblauch schälen und mit dem Messer etwas flach drücken und mit anbraten.
Putenrollbraten von allen Seiten gut angebraten, kurz vorm langen Garen.

 

Danach kommt das gute Stück bei 80 Grad in den Ofen bei O/U-Hitze mit Deckel drauf. Dann gibts laut Tabelle den Hinweis: 3 Stunden, Kerntemperatur 60 Grad. Habe ich getestet, passt wunderbar. Das Fleisch ist danach streichelweich und der Bratensaft kommt uns für ein gutes Safterl gerade recht. Das Rote ist dann Fleischsaft (=gut) nicht Blut (=wäre böse) …
Safterl mit Gemüse, Knoblauch und Blauschimmelkäse – kräftig und lecker.

 

Das Safterl dann mit ein paar Löffeln Gemüse und dem Blauschimmelkäse ordentlich aufkochen. Dann pürieren. Die Stärke mit Milch und ggf. etwas Wasser kalt anrühren und darunter mixen. Konsistenz prüfen, mit Salz, Pfeffer und bissl Ketchup abschmecken. Fertig.
Nett angerichtet: Sanfte Pute mit kräftigem Saftl und Dinkelreis und Gemüse.
Dann Gemüse, Dinkelreis mit Safterl und der guten Puten anrichten. Kann ich mir auch sehr gut als Festtagsessen vorstellen. An Fleischqualität und Beilagen kann man dann ja noch drehen 😉

Dazu passt ein kräftiger Rotwein natürlich perfekt. Aber wie so oft, was euch schmeckt zählt. Ich war nicht sicher, habe also dazu einen Schluck Grünen Veltliner 2013 vom Weingut Karner, dann einen Roten Vitikult 2011 vom Weingut Gager und dann noch ein Kobersdorfer Schlossbräu. Mein Fazit: Schmeckt alles wunderbar – überhaupt in dieser Reihenfolge. Prost!

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